Arschlöcher

Die Welle des Irrsinns ist nun auch bei uns im Kaff angekommen. Ich war über zwei Stunden unterwegs und bin insgesamt 120km fahren, um eine einzelne Packung Toilettenpapier kaufen zu können. War das so gedacht? Nein. Keine Ahnung ob mich und ich andere jetzt trotz Abstandhalterei angesteckt oder Viren abbekommen und/oder weiterverteilt haben.

Vielen Dank an alle asozialen, panischen Arschlöcher für ihre ungemeine Weitsicht und Fairplay.

Da ich weiß, dass sich in manchen Gegenden die Toilettenpapierlage schon wieder entspannt hat, hoffe ich sehr, dass es hier in spätestens zwei Wochen auch soweit angekommen ist.

Heidernei, ist die Menscheit scheiße …

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Armbanduhren

Lesen konnte ich schon, als ich vier Jahre alt war. Vorranging die Hörzu, weil ich wissen wollte, was im Fernsehen kommt. Die Uhr lesen hingegen, das ging erst ab Ende der ersten Klasse irgendwann. Ich war also mehr ein insel- als ein hochbegabtes Kind. Irgendwann – 2. Klasse – bekam ich eine alte Armbanduhr, die mein Vater noch irgendwo in der Schublade hatte, mit einem merkwürdig gefärbten Armband. Er fragte mich, was ich gerne für ein Armband haben wollen würde und ich meinte: “Ein blaues”.

Er brachte mir dann das wohl – nach heutigen Maßstäben – prolligste Lederarmband für Kinder mit, dass mir einfallen könnte: Blau, breit und mit vielen Nieten. Mein Vater mochte Nieten – als jungendlicher in der Kleidung, speziell in Jeans. Und ich mochte mein Armband. Ich hatte dann für einige Jahre lang ein immer leicht blau gefärbtes Handgelenk.

Mein Heimweg von der Grundschule führte mich an einem Uhrengeschäft vorbei, das irgendwann – 4. Klasse – eine schwarze Digitaluhr im Schaufenster hatte. Ich wollte diese Uhr. Passenderweise stand bald mein Geburtstag an und ich bekam diese Uhr und war glücklich. Sie konnte nicht viel – was mich das nächstbeste Arschloch von Schulkamerad umgehend wissen lies – aber es war eine Digitaluhr! Später irgendwann stellte ich fest, dass ich Uhren mit Digitalanzeige denen mit Zeigern vorzog. Meine Theorie geht dahin, dass ich bei einem Blick auf das Ziffernblatt auf einen Blick sehe wie viel, oder wenig Zeit ich noch zur Verfügung habe und diese Aussicht macht mich jeweils depressiv. Bei Digitaluhren habe ich das nicht.

Diese Uhr hielt recht lange aus, bis ich irgendwann vom Fahrrad fiel und das Glas der Uhr brach. Es verging einige Zeit, bis es repariert worden war, aber leider nicht mit einem original-Ersatzteil.

Ich hatte immer mal diverse Uhren im Wechsel. Eine Swatch, eine seltsame Uhr aus einer gepressten Coladose.
Recycling-Trio oder "Wir waren mal Getränkedosen" (Crash und Rewatch)

Sowie ein Erbstück meines Ziehgroßvaters, eine Tissot PR 516.

Tissot PR 516 - klassische Herrenuhr von 1967 - Kaliber 781-1 ...

Letztere habe ich immer noch, allerdings nicht mit einem Leder- sondern mit einem Flex-Armband wie diesem:

Schmuck von Bandini für Männer günstig online kaufen bei fashn.de

Dann kamen die G-Shocks. Ich wollte unbedingt eine G-Shock, weil das blau leuchtende Display auf mich wirkte, wie Licht auf Motten. Ich habe über die Jahre verschiedene davon besessen, zuletzt eine aus Metall (Das Modell zur Fusball-WM 2006, das dann 2007 im Angebot war.) Da hier das Gehäuse unkaputtbar war und sie mit Solarzellen funktionierte, war diese Uhr für die Ewigkeit bestimmt.

Die Ewigkeit endete 2014, als ich viel mit Notebook arbeiten musste, es warm war und ich die Uhr mehr abnahm, als trug.
Zudem war es die Zeit, in der ich quasi ständig ein Handy in der Hosentasche dabeihatte. Das führte mich dazu zu überlegen, ob ich die Uhr überhaupt brauchte. Ich nahm sie ab und fühlte mich frei.

Zwei Monate später veröffentlichte Apple die Apple Watch®. Ich lachte laut und blieb bei meiner Entscheidung keine Uhr zu tragen.

Das änderte sich, als ich vor ein paar Wochen begriff, was die Uhr mittlerweile – fünf Jahre später – alles kann. Das Haupt-Aha hatte ich, als ich verstand, dass die Uhr in der Lage ist Musik zu streamen. Das heißt Zugriff auf meine persönliche Library, egal von wo.

Zugriff!

Schön in bunt, weil es ja eigentlich ein Spielzeug ist, mit Cellular. Dazu die AirPod Pro. Funktioniert alles so wie es soll und wie es einfacher nicht geht.

Ich habe also endlich etwas, um auf meine gesamte Musiksammlung zu jeder Zeit zugreifen zu können. In bester Qualität inklusive Active-Noise-Cancelling.

Jetzt müsste nur noch dieser Corona-Quatsch enden, dann wäre es viel, viel cooler damit draußen zu sein …

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uew hört

Tom Waits – Way Down in the Hole

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Referenzen

Nehmen wir mal für einen Moment an, es gibt da draußen jede Menge Idioten. Diese Idioten sind innerhalb dieser These dumm, ungebildet und obendrein noch schlecht informiert. Addiert man dazu noch die dunklen Seiten des Internet, potenziert sich alles um einen Faktor, den man mathematisch nicht mehr einfangen kann. Es ist anzunehmen, dass alles zusammen gegen unendlich geht.

Ein Idiot aus dieser Masse findet nun heraus, dass irgendwo ganz woanders auf der Welt etwas vor sich geht und die Leute durchdrehen. Er zählt 1 und 1 zusammen und das Ergebnis ist: Wie zu erwarten – alles andere als 2.
Dann rennt er los, in Panik, angetrieben vom Überlebenswillen, den Hormonen der Nebenniere und der Angst zu sterben. Er schlägt Haken, dreht durch, schwitzt, weiß nicht was er tun soll. Das schon wenig ausgebildete Gehirn – die Oberfläche glatt wie bei Ratten – ist nun zusätzlich noch vernebelt vom Adrenalin. Eigentlich würde er sich gerne in der Fötusstellung auf Mutters Schoß zusammenrollen und die behagliche Wärme genießen, aber das geht nicht mehr. Zu alt ist er, zu groß, zu weit ist seine armselige Existenz vorangeschritten, er ist gezwungen sich selbst zu versorgen, und das tut er im Rahmen seiner ihm gegebenen, begrenzten Möglichkeiten:
Er versorgt sich mit allem, was er gar nicht benötigt. Er kauft was ihm scheinbar dieselbe Wärme und Behaglichkeit suggeriert, die er vermisst. Er will mehr davon, er will alles. Das Gefühl der Sicherheit und Überlegenheit, ob der vorrausschauenden Denkweise gibt ihm für den Moment zusätzlichen inneren Frieden. Das teilt er im Anschluss dem Rest der Idioten mit und die wollen selbstverständlich auch glücklich und zufrieden sein. Also wird fröhlich dieses Glück projeziert in den Konsum von Artikeln, die absolut gar nichts mit allem zu tun haben was geschieht, von denen aber angenommen wurde, sie würden knapp werden, irgendwann.
Und damit startet die selbsterfüllende Prophezeiung. Alle Idioten gemeinsam schaukeln sich gegenseitig hoch, im Wettrüsten um die von ihnen ureigenst geschaffene künstliche Verknappung. Weiter und weiter dreht sich diese Rüstungspirale, bis: Endlich alle Regale leer sind und die Idioten sich bestätigt fühlen in ihrer Blase der Ignoranz.

Nur dass sie Idioten sind, das wissen sie alle leider nicht.

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Offenbach Preppers

Weiterbildung

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uew hört

JAZ – Hawaiian Sophie

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Offenbach Preppers

Aufgrund mangelnder psychosozialer Betreuung nehmen die Lagerkollersymptome zu. Nach dem Durchnummerieren der Toilettenpapierrollen erfolgt nun deren Personalisierung.

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Alle zuhause

Die meisten sind jetzt zuhause, so auch die Attention-Whores aus dem Showbusiness. Es ist witzing zu beobachten wie sie sich einen abzappeln, daheim auf dem Sofa. Hat was schwer surreales.

Zwischenzeitlich frage ich mich, ob ich das Virus schon abbekommen habe nebst ultramildem Verlauf, oder ob es mir noch bevorsteht. Das Leben kann manchmal unglaublich spannend sein.

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Offenbach Preppers

Herzinfarkt, ob dieses golem.de Aprilscherz-Artikels.

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Offenbach Preppers

Hamstern gegen den Kontrollverlust. Klopapier stehe für Kontrolle. Mit Zwangshandlungen wie dem Hamstern soll die Angst bewältigt werden.

In public I'm beginning to smile like a retard... - 9GAG

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